Startseite Startseite  
         Gemeinde Johanneskirche P.S.
| Treffpunkte |
| Veranstaltungen |
| Kontakt |
| Kindergarten |
| Kirche des Jahres '06|
| Johannesviertel |
| Geschichte |
| Baugeschehen |
| Bauwerk |
| Links |
| Download |
| Galerie |
Andacht

Jahreslosung: Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
(2. Korinther 12,9)

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der Schwächen oft als Makel und Grund für Schamgefühle gesehen werden.
Ganz anders und unserem Zeitgeist entgegen spricht unsere Jahreslosung. Dass Gottes Kraft sich in den Schwachen und Armen, den Gebeugten und Entrechteten zeigt und dort zum Ziel findet, können wir in allen Teilen der Bibel lesen. Jesus ist auf die Schwachen, Ausgestoßenen und von der Gesellschaft Verurteilten zugegangen. Die anderen haben sich darüber empört. Aber ihm war es ein Herzensanliegen.
Gottes Kraft kann da wirken, wo Ohnmacht ausgesprochen und akzeptiert wird, wo das „Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit“ (Schleiermacher) vorherrscht. Statt der Verdrängung muss es zur Integration von Ohnmacht und Schwäche kommen. Wer sich der Ohnmacht aussetzt, Mut zur Ohnmacht entwickelt, in Demut seine Ohnmacht annimmt, kann Gott in sich wirken lassen, wird offen für Gottes Willen. Denn Ohnmacht, die vor Gott gebracht wird, provoziert keine Stärke, sondern Erbarmen und Liebe.
Schwachheit ist für Paulus kein erstrebenswerter Zustand, aber eine sehr menschliche Erfahrung, der niemand ausweichen kann. Die Botschaft ist: Die Schwächen sind so wertvoll wie die Stärken. Darum ist es gut, sie zu kennen und mitunter auch, sie zu benennen. Dann sind sie nicht länger Defizite, sondern Potentiale, die uns vor Allmachtsphantasien und Arroganzgehabe schützen, die die Grundlage für Fähigkeiten wie Toleranz und Respekt bilden und die Möglichkeiten für Persönlichkeitsentwicklung bilden. Vielleicht kann unsere Jahreslosung dann sogar als Glücksformel verstanden werden.

Dazu einige Zitate:

Von Christus ist zu lernen: Je glücklicher einer ist, umso leichter kann er loslassen. (Dorothee Sölle)

Schwächen sind seit eh und je Wurzeln des Fortschritts. Vermutlich konnte Noah nicht schwimmen. (Karl Heinz Karius)

Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen. (Epikur)

Ja zu Gott: Ja zum Schicksal und ja zu dir selbst. Wenn das Wirklichkeit wird, dann mag die Seele verwundet werden, aber sie hat die Kraft zu genesen. (Dag Hammarskjöld)

Du bist zu schnell gelaufen für dein Glück. Nun, da du müde wirst und langsam gehst, holt es dich ein. (Friedrich Nietzsche)

Wir danken unserer Gemeindepädagogin Sabine Franz für das geistliche Wort und wünschen Ihnen und unserer Gemeinde ein segensreiches Jahr 2012.

Ihr Gemeindekirchenrat

| Startseite | | Gemeinde | | Johanneskirche | | P.S. | nach oben
Impressum & letzte Änderung am 30.01.2012 durch webmaster